Monatsarchiv für April 2012

Kinder-Fahrradhelm – Schutz für den kleinen Dickkopf

Donnerstag, den 26. April 2012

Auch wenn bundesweit keine Helmpflicht für Fahrradfahrer herrscht, raten Polizei und ADAC dringend dazu, die schützende Kopfbedeckung während jeder Fahrradfahrt zu tragen. Gerade weil Kinder sich mit dem Rad oft noch unsicher im Straßenverkehr bewegen, mal träumen oder einfach von anderen Dingen abgelenkt werden, ist das Tragen eines Kinderhelmes so wichtig wie das Anschnallen im Auto. Es sollte allerdings nicht irgendein Helm sein. Sitz und Halt sind sehr wichtig, denn ein verrutschter Fahrradhelm kann den Sturz unter Umständen nicht abfangen. Informationen hierzu finden Sie zum Beispiel beim ADAC, der regelmäßig Tests von Fahrradhelmen, auch speziell für Kinder, durchführt.

Die wichtigsten Eigenschaften der Helme sind neben der Sicherheit auch der Tragekomfort. Achten Sie besonders auf eine DIN Kennzeichnung, die Belüftung, Schutz vor Insekten und den richtige Sitz. Der Helm darf nicht von der Rückseite abgehoben werden können aber zwischen Riemen und Kopf muss noch zwei Finger breit Platz sein. Weil Kinder sich noch im Wachstum befinden, sind Helme praktisch, bei denen sich die Passgröße noch einstellen lässt. Ein solcher Helm, der außerdem im ADAC-Test eine sehr gute Bewertung erhalten hat, ist der Giro Rascal, der bereits ab 30 Euro erhältlich ist (Quelle: Yopi.de).

Um Ihr Kind dazu zu bewegen, seinen Fahrradhelm freiwillig aufzusetzen, ist es vor allem wichtig, ihm die richtige Grundeinstellung zu suggerieren. In erster Linie, indem Sie ihm ein Vorbild sind, da Ihr Kind andernfalls denken wird, den Helm ab einem gewissen Alter ablegen zu können. Bei gemeinsamen Fahrradtouren sollte der Fahrradhelm also auf jedem Kopf selbstverständlich sein. Lassen Sie Ihr Kind entscheiden, welches Modell es anprobieren will, und kommentieren Sie nicht beispielsweise seine Farbwahl, wenn diese Ihnen nicht gefällt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl bunt bedruckter Fahrradhelme – beispielsweise mit dem Lieblingstrickfilmhelden. Dabei gilt, je bunter der Helm, desto besser kann das Kind von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt werden. Größere Kinder bevorzugen eher schlichte und unauffällige Helme, zum Beispiel mattscharze Skater Helme. Soll es unbedingt ein unauffälliges Modell sein, kann ein blinkendes Licht an der Rückseite angebracht sein, damit der Radfahrer in dunkler Umgebung schneller erkennbar ist.

Demonstrieren Sie Ihrem kleinen Dickkopf doch einmal, wie empfindlich der Schädel ist und was eine Kopfbedeckung alles leisten kann. Der Melonentest mit und ohne Helm eignet sich als Verdeutlichung dafür sehr gut und fördert den Forschungsdrang und die Neugier der Kinder. Ihr Kind muss verstehen, warum das Tragen des Helmes notwendig ist, auch wenn andere Kinder ohne diese Sicherheit unterwegs sind. Erklären Sie ihm rechtzeitig die Gefahren eines Unfalls für einen ungeschützten Kopf, ohne ihm zu drohen. Nur, wenn Ihr Kind ein Bewusstsein für seine Sicherheit und Gesundheit besitzt, kann es auch ein Selbstbewusstsein entwickeln, seinen Fahrradhelm wie selbstverständlich zu tragen.