Monatsarchiv für April 2013

Gesund laufen mit dem Nike Free

Dienstag, den 30. April 2013

Wohl kein Laufschuh polarisiert in der Joggerszene derzeit mehr als der Nike Free. Der leichte Schuh mit der biegsamen Waffelsohle hat ebenso glühende Anhänger wie kategorische Ablehner. Die Fans kommen aus dem Lager des Natural Running, das einen natürlichen Laufstil ohne stark gedämpftes und kontrollierendes Schuhwerk propagiert. Die Skeptiker sehen die Gesundheit durch Überlastungsbeschwerden gefährdet, die durch Minimalschuhe ausgelöst würden. So gibt es Berichte von Läufern, die nach einer Trainingseinheit mit dem Nike Free an schwerem Muskelkater und Achillessehnenreizungen litten.

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Langsam umsteigen

Tatsächlich raten selbst die Anhänger der Natürlicher-Laufen-Philosophie davon ab, den Nike Free sofort als vollwertigen Ersatz für die bisherigen Laufschuhe zu verwenden. Nicht ohne Grund gibt es mehrere Modelle des Schuhs mit verschiedenen Dämpfungs- und Stützgraden. Wer einen Nike Free kauft, hat die Auswahl zwischen dem wenig gedämpften Modell 3.0 und dem 5.0 beziehungsweise Run+ 3, der den Fuß etwas mehr unterstützt und herkömmlichen Laufschuhen ähnelt. Dazwischen sind weitere Nike-Free-Schuhe wie der 4.0 angesiedelt. Auf diese Weise können sich Sportler langsam an die Variante heranlaufen, die dem Barfußlaufen am ehesten entspricht.

Effizienter unterwegs

Aber warum ist Barfußlaufen eigentlich so gesund? Zum einen wird der Fuß nicht durch ein starres Schuhkorsett in eine unnatürliche Abrollbewegung gezwungen, zum anderen wird die Muskulatur mehr gefordert und gekräftigt. Typische Zivilisationskrankheiten wie Platt-  und Senkfüße werden so verhindert. Barfußlaufen findet deshalb immer mehr Anhänger und Barfußpfade schießen allerorts wie Pilze aus dem Boden.

Um diese Effekte auch beim Joggen zu nutzen, erfand die Industrie den Nike Free und andere Barfußlauf- und Minimalschuhe. Eine dünne Sohle schützt den Fuß vor Steinen, lässt aber trotzdem natürliche Bewegungsmuster zu. Dazu gehört, nicht mit der Ferse aufzuknallen, wie es viele Läufer, die mit dick gepolsterten Absätzen unterwegs sind, zwangsläufig tun. Ein Aufkommen mit dem Mittel- oder Vorfuß ist natürlicher und effizienter. Dadurch ist ein höheres Tempo möglich, da der Fuß nur kurz mit dem Boden Kontakt hat.

Schmerzen davonlaufen

Selbst Läufer, die sich lange mit schmerzhaften orthopädischen Problemen herumgeschlagen haben, schwören auf den Nike Free. Nachdem Bewegungskontrollschuhe und Einlagen keinen Erfolg brachten, stiegen sie auf Minimalschuhe um – und waren von ihrem Leiden befreit. Sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes gesund gelaufen.