Unterstützende Nahrungsmittel für Gewichtsabnahme

21. März 2016

Viele Menschen möchten gerne Gewicht verlieren und probieren hierfür die verschiedensten Methoden aus. Doch neben wahnwitzigen und teilweise sogar gefährlichen Diäten gibt es vor allem bei den Lebensmitteln Tipps und Tricks, mit denen die Gewichtsabnahme deutlich unterstützt werden kann. Doch welche Nahrungsmittel helfen wirklich beim Abnehmen und welche hindern den Körper am Fettabbau?

Gesunde Lebensmittel zum Abnehmen

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Lebensmittel bei der Gewichtsabnahme – Die Fakten
– für den Erfolg einer Diät sind die richtigen Lebensmittel sehr wichtig
– gute Lebensmittel sollten nicht nur schmecken, sondern auch sättigend sein und glücklich machen
– schlechte Lebensmittel hindern den Stoffwechsel und gefährden den Erfolg der Diät
– zu den guten Lebensmitteln gehören zum Beispiel Vollkornprodukte, Grapefruits, Bananen und mehr

Gute und schlechte Lebensmittel bei der Gewichtsabnahme
Viele Menschen reduzieren bei einer Diät ganz einfach allgemein die Lebensmittel, ohne sich vorher Gedanken zu machen, welche Auswirkungen dies auf den Körper und den Stoffwechsel haben kann. Werden in den folgenden Tagen und Wochen dann die falschen Lebensmittel konsumiert, bleibt der erhoffte Erfolg aus. Gute Lebensmittel bei einer Diät sollten einige spezielle Eigenschaften aufweisen. So sollten diese beispielsweise lange sättigen, Heißhungerattacken verhindern und den Appetit zügeln. Doch zusätzlich sollten gute Lebensmittel auch glücklich machen, denn dies steigert die Motivation und hilft beim Durchhalten. Zu den guten Lebensmitteln zählen unter anderem Vollkornprodukte, da diese lange sättigen, wertvolle Inhaltsstoffe vorweisen können und zudem gut schmecken. Doch auch Eier, Hülsenfrüchte und Kokos Öl lassen sich hierbei nennen, mit den selben Eigenschaften. Aber auch frisches Obst wie Bananen oder Grapefruits dürfen gerne genossen werden. Diese sättigen nicht nur lange, sondern liefern auch wichtige Vitamine und sie schmecken sehr gut.

Schlechte Lebensmittel sind entsprechend Produkte, die wenig sättigen und nur wenig sinnvolle Inhaltsstoffe vorweisen können. Hierzu zählen beispielsweise das beliebte Weißbrot, alle Arten von Süßigkeiten und vor allem auch süße Getränke. Zwar schmecken diese Lebensmittel ebenfalls sehr gut, lassen jedoch den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und anschließend abfallen.

Wird häufig auf diese eher schlechten Lebensmittel zurückgegriffen, entsteht die Gefahr von Heißhungerattacken, in welchen das mühsam erworbene Kaloriendefizit wieder verschenkt wird. Zudem entsteht hierdurch häufig eine Resignation, sodass alte Lebensgewohnheiten wieder angenommen werden. Sinnvoller ist es also, direkt auf die richtigen Lebensmittel zu setzen.

Generell sollte jedoch bei jeder Diät darauf geachtet werden, die Kalorienzufuhr nicht zu drastisch zu reduzieren, was leider der häufigste Fehler ist. Denn in diesem Fall fährt der Körper den Stoffwechsel auf ein Minimum herunter, verbraucht hierdurch deutlich weniger Kalorien und auch Fett. Nach Beendigung der Diät ist der Körper anschließend bestrebt, die Reserven schnell wieder aufzufüllen, sodass der berüchtigte Jojo-Effekt zuschlägt.

Unterstützende Nahrungsmittel bei der Gewichtsabnahme
Eine gute Alternative zum lästigen Kalorienzählen ist beispielsweise der Doppelherz-Shake. Hierbei handelt es sich im Grunde um einen kompletten Mahlzeitenersatz, denn anstatt dieser wird einfach der Shake getrunken. Vorteile bieten die Shakes vor allem aufgrund der Tatsache, dass alle benötigten Nährstoffe enthalten sind, sie lange sättigen und zudem sehr wenige Kalorien haben. Zudem sind die Shakes in verschiedenen Geschmacksrichtungen verfügbar (z.B. Schokolade).

Laufbänder: Der verlässliche Trainingspartner nicht nur im Winter

19. November 2015

In den letzten Jahren ist Laufsport zur Trendsportart geworden. In Deutschland ziehen sich immer mehr Menschen ihre Laufschuhe an und treiben Sport an der frischen Luft. Doch leider verhindern oft Beruf, Alltag und vor allem das Wetter ein regelmäßiges Training. Daher absolvieren viele Sportler ihr Lauftraining auf dem heimischen Laufband.

Running on treadmill

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Welche Arten von Laufbändern gibt es?

Wer sich ein Laufband kaufen möchte hat die Qual der Wahl. Im Handel wird eine Vielzahl von verschiedenen Laufgeräten angeboten. Doch welches ist bei dieser Auswahl das richtige? Einen guten Überblick über die verschiedenen Laufbandarten und Tipps zum Kauf gibt es auf laufband.org.

 Im Wesentlichen gibt es zwei Typen von Laufrädern:

  • Elektrische Laufbänder
  • Mechanische Laufbänder

Beim elektrischen Laufgerät wird das Laufband über einen Motor angetrieben. Der Läufer bestimmt dabei über einen Computer, wie schnell und wie lange er laufen will. Die meisten Trainingsgeräte verfügen zudem über verschiedene Trainingsprogramme, wodurch das Training abwechslungsreicher gestaltet werden kann.

Hingegen werden mechanische Laufbänder durch die Laufbewegung des Sportlers in Schwung gebracht. Demnach richtet sich die Laufgeschwindigkeit nach dem jeweiligen Laufstil. Eine Computersteuerung gibt es nicht. Die elektrischen Laufbänder sind erheblich teurer als die mechanische Alternative, Dennoch entscheiden sich die meisten Laufsportler für ein elektrisch betriebenes Band.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Wer sich ein Lauftraingsgerät zulegen möchte, sollte einige wesentliche Dinge beachten. Nur wenn das Laufrad den individuellen Bedürfnissen des Laufsportlers entspricht, kann ein befriedigendes Trainingsergebnis erzielt werden. Dabei ist unter anderem entscheidend, ob der Sportler das Laufband für die allgemeine Fitness und zum Abnehmen oder für den Leistungssport wie Langlauf, Marathonlauf oder Ausdauertraining benötigt.

Folgend Aspekte sollten beim Kauf beachtet werden:

  • Motorleistung
    Der Motor sollte eine Dauerleistung (nicht Motorleistung!) von mindestens 2 PS haben. Nur so ist ein ruckelfreies Laufen möglich.
  • Lauffläche
    Die Lauffläche sollte eine Länge von rund 150 Zentimeter und eine Breite von etwa 60 Zentimeter haben.
  • Laufteppich
    Der Laufteppich sollte nicht zu weich und nicht zu hart sein. Zudem sollte er aus strapazierfähigem und rutschfestem Material bestehen.
  • Computersteuerung
    Das Laufband sollte über eine moderne Computersteuerung mit unterschiedlichen Trainingsprogrammen verfügen.
  • Sicherheitssiegel
    Um die Sicherheit, Qualität und Langlebigkeit zu gewährleisten sollte der Heimtrainer ein TÜV und GS- Siegel aufweisen.

Die Hersteller von qualitativ hochwertigen Laufbändern gewähren in der Regel eine Garantie von zehn Jahren auf den Motor.

Wie man korrekt trainiert?
Es gibt einige Regeln worauf man beim Laufen mit dem Laufband achten sollte. In diesem Video wird gezeigt, wie man korrekt auf dem Laufband trainiert.

Fazit:
Der Kauf eines Laufbandtrainers lohnt sich für alle Sportler, die zum Beispiel aufgrund von Witterungsverhältnissen oder wegen Zeitmangels auf ihr Lauftraining nicht verzichten wollen. Jedoch sollte hier nicht an der falschen Stelle gespart werden und auf Qualität und Sicherheit geachtet werden.

So heilen Wunden am besten

10. November 2015

Der Alltag steckt voller kleiner Gefahren. Beim Kochen beispielsweise trifft man mit dem Messer oft nicht die Zwiebel, sondern den Finger. Ist unser körpereigener Schutzmantel, die Haut, verletzt, können Bakterien, Schmutz und Chemikalien in die Wunde eindringen. Je nach Art der Verletzung empfehlen sich unterschiedliche Behandlungsmethoden, um Infektionen zu vermeiden und den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Die Haut ist mit einer Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern das größte Organ des Menschen. Im Normalfall stellt sie eine wirkungsvolle Barriere gegen Bakterien dar. Durch Schnitte, Kratzer und Abschürfungen wird sie jedoch anfällig für Infektionen. Mit den folgenden Maßnahmen lässt sich das verhindern.

Luft oder Pflaster?

Aufgeschlagene Knie oder blutige Ellbogen spalten nicht nur Eltern auf dem Spielplatz in zwei Lager: Ist nun frische Luft oder ein Pflaster besser, damit die Wunde möglichst schnell und sauber verheilt? Die Antwort: beides. Leichte Schürfwunden sollte man zunächst desinfizieren und dann an der Luft trocknen lassen, soweit es die verletzte Stelle und die Jahreszeit zulassen. Tiefere Wunden hingegen sollte man erst bluten lassen, bevor man sie mit einem sterilen Tuch abtupft. Denn so reinigt sich die Wunde von selbst von Keimen. Danach empfiehlt sich ein Pflaster, das die Wunde feucht hält und so beim Abheilen unterstützt. Sobald die Wunde unter dem Pflaster kein Sekret mehr abgibt, hilft wiederum Luft bei der weiteren Heilung.

Salben

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ – Das wusste nicht nur der Arzt und Philosoph Paracelsus. Bei Schnitt- und Brandwunden wird schon seit dem Mittelalter die Ringelblume als Heilpflanze verwendet. Eine Salbe mit Ringelblumenextrakt wirkt nicht nur abschwellend, sondern auch antibakteriell und entzündungshemmend. Außerdem fördert die Creme die Durchblutung, was der Haut bei der Regeneration hilft – auch bei einem Sonnenbrand. Der aus Hanfpflanzen gewonnene Cannabisextrakt unterstützt bei Verbrennungen und Schnittwunden ebenfalls den Heilungsprozess, wie verschiedene Studien belegen.

Vitamine

Ein starkes Immunsystem ist die Basis für eine schnelle Wundheilung. Damit es Bakterien und Viren abwehren kann, benötigt der Körper verschiedene Vitamine. Besonders das Vitamin D3, das der Körper mithilfe von Sonnenlicht produziert, spielt bei der Heilung von Verletzungen eine große Rolle. Vor allem im Winter sind auch die Vitamine A, B und C sowie Kalzium, Kupfer, Eisen, Magnesium und Zink für die Wundheilung wichtig. Seine Abwehrkräfte kann man zum Beispiel mit Ingwer auf Trab bringen: Die Knolle weist einen hohen Anteil an Kalium, Kalzium und Eisen auf und wirkt entzündungshemmend, antiviral und schmerzstillend.

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Ausdauertraining – Fit in den Herbst

16. September 2015


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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und für Jogger beginnt die ideale Zeit, sich so richtig auszupowern. Warum gerade jetzt im Herbst die perfekte Saison für Ausdauerlauf ist, haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Perfekte Temperaturen
    Gerade fürs Tempotraining beginnt im Herbst die perfekte Zeit, denn die klare, kühle Herbstluft sorgt klimatisch für ideale Laufbedingungen. Auch wenn bei sommerlichen Temperaturen die Hemmschwelle geringer ist, sich für ein kurzes Training vor die Tür zu wagen, schlägt angenehme Wärme schnell in unangenehme Hitze um und wird zur Motivations- und Spaßbremse. Das ist ganz normal, denn klettern die Temperaturen über 20 Grad, wird der Mensch langsamer und kommt schneller an seine Leistungsgrenzen. Besonders bei Wettkämpfen ist das problematisch, weshalb viele große Laufveranstaltungen auch erst im September und Oktober stattfinden. Was vor allem allergiegeplagten Läufern zugutekommt: Die Herbstluft ist weitgehend frei von Pollen.
  • Stimmungs-Booster
    Die Tage werden kürzer, die Sonnenstrahlen verlieren an Kraft und bei vielen Menschen stellt sich schnell ein regelrechter Herbstblues ein. Dieses Phänomen hat eine einfache Erklärung und hängt tatsächlich mit den kürzer werdenden Tagen zusammen. Bekommt der Mensch in der dunklen Jahreszeit weniger Licht ab, produziert der Körper auch weniger Serotonin, das für das Glücksgefühl zuständige Hormon. Wer aktiv bleibt und regelmäßig Laufen geht, kann dem entgegenwirken. Denn auch beim Joggen werden Endorphine, die sogenannten Glückshormone, freigesetzt und steigern das Wohlbefinden.
  • Starkes Immunsystem
    Sport gehört zu einem gesunden Alltag wie ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und ein moderates Stresslevel. Ausdauertraining spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es wirkt sich auf vielerlei Weise positiv auf die Gesundheit aus, z. B. präventiv bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese gesundheitlichen Aspekte sind das beste Argument, sich ganzjährig um einen sportlichen Ausgleich im Alltag zu bemühen. Vor allem im Herbst, wenn die Erkältungswelle anrollt, ist es wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten und das Immunsystem zu stärken. Sport an der frischen Luft kurbelt die Produktion der körpereigenen Abwehrkräfte an und ist das beste Mittel im Kampf gegen Grippeviren.
  • In Form bleiben
    Der Weg bis zum ersten großen Sportereignis, sei es nun ein Stadtlauf über 5 Kilometer oder ein Halbmarathon, ist schwer. Umso ärgerlicher wäre es deshalb, die hart antrainierte Ausdauer nach erfolgreicher Saison über die Wintermonate wieder zu verlieren. Dran bleiben lautet also die Devise und laut Studien reichen schon 2,5 Stunden Training pro Woche aus, seine Ausdauer zu halten und fit zu bleiben. Auch für Anfänger eignet sich die Herbstzeit perfekt, um erste Herausforderungen zu meistern. Für einen 5-Kilometer-Lauf reichen circa sechs Wochen Vorbereitungszeit aus – wer also jetzt mit dem Training beginnt, kann noch diesen Herbst über die Ziellinie kommen.

Fit für den Winter

Der Herbst kann schnell vorbeigehen, und bevor Sie von frostigen Temperaturen und erstem Schnee überrascht werden, ist es gut, sich auf den sportlichen Winter einzustellen. In Unserem Ratgeber „Laufen im Winter“ finden Sie alle wichtigen Infos und Tipps fürs Jogging bei Minustemperaturen. Besonders wichtig: die richtige Ausrüstung. Auch zu diesem Thema finden Sie bei uns zahlreiche Tipps zu Winterlaufschuhen, wetterfesten Hosen und der passenden Oberbekleidung.

 

Low Carb vs. Low Fat – Vergleich der Ernährungsformen

11. September 2015
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: shutterstock.com / Yuganov Konstantin

Viele Menschen wollen ihr Gewicht reduzieren. Eine gängige Methode zum Abnehmen ist neben Sport oder Krafttraining eine Ernährungsumstellung oder Diät. Im Laufe der Jahre haben sich dabei zwei grundsätzliche
Lager gebildet – Low Fat und Low Carb Diäten. Fett und Kohlenhydrate werden gleichermaßen als Dickmacher angesehen und werden im jeweiligen Lager stark reduziert oder es wird ganz auf sie verzichtet. Doch kann dies gesund sein? Ein Vergleich von Low Carb und Low Fat soll etwas Licht ins Dunkel bringen.

Das Prinzip von Low Fat
Unter Low Fat verstehen sich alle Diäten, bei denen auf alle möglichen Arten von Fetten verzichtet wird, also Butter, Sahne, Öle oder fette Milch- und Fleischprodukte. Insgesamt liegt der Fettgehalt nur noch zwischen 10 und 30 % – man spricht von der 30-60-Gramm-Regel für den täglichen Verzehr. Die Grundlage für die Low Fat Bewegung liegt im Energiegehalt von Fett, welcher für einem Gramm Fett bei 9,3 Kilokalorien liegt. Wird Fett also durch Ballaststoffe, Eiweiße und Kohlenhydrate ersetzt, soll so die Energiezufuhr gesenkt werden, was wiederum den Verlust von Körpergewicht positiv beeinflussen soll.

Low Carb ist ein Sammelbegriff für verschiedene Diät-Ansätze, bei denen die tägliche Aufnahme 
von Kohlenhydraten reduziert wird. Nudeln, Reis, Süßigkeiten oder Brot werden dabei fast gänzlich gemieden. Das Essen besteht dann hauptsächlich nur noch aus Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukten, die Kohlenhydrate werden hierbei durch Fette und Eiweiße ersetzt. Der Anteil von
 Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten in der Ernährung schwankt dabei teils stark zwischen den 
einzelnen Low Carb Diäten, gemein ist allerdings allen ein relativ hoher Fettanteil.

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Grafik: © 121doc.de

 

Theoretisch 
beruht die Low Carb Bewegung auf der Annahme, dass der menschliche Metabolismus noch immer stark an die Jäger- und Sammler-Ernährung mit viel Fett und Eiweißen dafür aber weniger Kohlenhydrate
angepasst ist. Der menschliche Körper ist zudem in der Lage durch Gluconeogenese Kohlenhydrate aus anderen Nahrungsbestandteilen selbst herzustellen. Diese müssen daher nicht zwangsläufig mit der Nahrung aufgenommen werden.

Low Carb und Low Fat im direkten Vergleich
Eine Studie der Tulane University von New Orleans machte einen Direktvergleich beider Ansätze. Dafür wurden 148 Probanden mit einem Übergewicht von etwa 100 kg und ansonsten gesunden Körperwerten in zwei Gruppen eingeteilt. Probanden in der ersten Gruppe sollten ihre Ernährung nach Low Carb umstellen und weniger Kohlenhydrate zu sich nehmen. In der zweiten Gruppe wurde hingegen auf Fette verzichtet. Insgesamt sollte jeder Teilnehmer nicht mehr als 1400 Kilokalorien zu sich nehmen. Auf Sport oder andere zusätzlich fördernde Tätigkeiten wurde aber verzichtet.

Es 
stellte sich heraus, dass Probanden der Low Carb Gruppe im Schnitt 3,5 kg mehr Gewicht verloren als Personen aus der Low Fat Gruppe. So lag der Durchschnitt in der Low Carb Gruppe bei 5,3 kg und in der Low Fat Gruppe bei 1,8 kg. Zudem sank bei der Low Carb Gruppe das Risiko für Herzkreislauferkrankungen stärker und die Cholesterinwerte waren ebenfalls besser.
Der Verzicht auf Kohlenhydrate beeinflusst körpereigene Prozesse wie die Blutzuckerregulierung 
positiv. Jedoch führt ein radikaler Verzicht zu einer schlechteren Stimmung und auch Heißhungerattacken häufen sich an. Ein Übermaß an rotem Fleisch und Milchprodukten fördert zudem Herzkreislauferkrankungen und das Krebsrisiko. Hier ist die Low Fat Variante klar im Vorteil. In
 allen anderen Punkten kann sich jedoch Low Carb behaupten. Fett ist ein Geschmacksträger, fettarme Produkte schmecken daher fad. Zudem dauert der Gewichtsverlust länger, beides zusammen macht das Durchhalten der Diät bei Low Fat schwieriger als bei Low Carb.

Auf dem Mittelweg zum Erfolg
Wenn nur einige Kilos verschwinden sollen, ist eine radikale Low Carb Diät nicht zu empfehlen. Auch wenn sie bei Übergewichtigen zu einer schnellen Gewichtsreduzierung und einer besseren Gesundheit führt, kann ein radikaler Verzicht auf Kohlenhydrate der Gesundheit und Psyche sogar schaden. Wenn nämlich die Kohlenhydrate mit Fisch, Fleisch oder Ballaststoffen ersetzt werden, kann das Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder Mangelerscheinungen wieder stark ansteigen.
Besser ist also eine gemäßigte Reduzierung von Nahrungsbestandteilen auf ein für die Einzelperson realistisches Maß. Gesunde Fette und eine reduzierte aber ausreichende Menge an Kohlenhydraten ist auf lange Sicht der beste Weg, um Gewicht zu verlieren. Reine Low Carb oder Low Fat Diäten hingegen zielen meist nur auf eine kurze Zeitspanne ab und können über längere Zeit zu Mangelerscheinungen führen.